Der Zeitungsbericht von Martin Haltmayer:

Rohrer Feuerwehr freut sich auf ihr neues Feuerwehrhaus
Viel Eigenmittel und Eigenleistung in Planung und Bau eingebracht – Mit Feuereifer am Umziehen
Rohr.
Die Freiwillige Feuerwehr Rohr i. NB freut sich auf ihr neues Feuerwehrhaus, das mit der Einweihung am Sonntag, 19. Mai, offiziell seiner Bestimmung übergeben wird. Derzeit sind die Rohrer Feuerwehrler mit Feuereifer am Umziehen in das neue Domizil, das mit einer Gebäudefläche von rund 1000 Quadratmetern mit seinen sechs Stellplätzen einschließlich der Waschhalle sowie den Funktionsräumen beste räumliche Voraussetzungen bietet. Den Zeitpunkt der nahenden Einweihung nahm die Rohrer Feuerwehr zum Anlass eine Bilanz zu ziehen, denn die Feuerwehr habe nicht nur viel Herzblut in die Planung und den Bau eingebracht, sondern auch mit rund 4000 Stunden Eigenleistung und Aufwendung von rund 85.000€  aus Vereinsmitteln zur Kostenreduzierung des rund drei Millionen Euro teuren Projektes beigetragen.
Neu und den Erfordernissen der heutigen Zeit angepasst sollte es werden das neue Feuerwehrhaus in der Verlängerung der Landshuter Strasse. Dabei habe die Feuerwehr aber Wert gelegt, dass sehr sorgsam mit den Steuermitteln umgegangen wird, betont der 1. Vorsitzende Simon Sedlmayer. So haben sich die Feuerwehrverantwortlichen frühzeitig mit einem offenen Brief an den 1. Bürgermeister Andreas Rumpel und die Mitglieder des Marktgemeinderates gewandt, dass auf teure Ausstattungen, wie eine Klimaanlage, eine Brandmeldeanlage und eine Lüftungsanlage für die Waschhalle aus ihren Gesichtspunkten verzichtet werden soll. So konnte ein Betrag von grob 100.000 Euro eingespart werden, fügen die Feuerwehrmitglieder Matthias Hermann, Hans Huber und Anton Bernpaintner hinzu.
Die Arbeit der Planungsgruppe der Feuerwehr, der 1. Kommandant Michael Bösl, 2. Kommandant Hans Mies, 1. Vorstand Simon Sedlmayer, 2. Vorstand Johannes Hermann, die Mitglieder Matthias Hermann, Hans Huber, Uwe Forstner und Alexander Hauser angehörten, machte sich in den ca. zwei Jahren der heißen Phase in rund 800 Stunden Gedanken über die Planung, die zu erbringenden Eigenleistungen und bewerkstelligt nun auch den Umzug in das neue Domizil. Ausdrücklich positiv wurde dabei auch die gute Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Planungsgruppe mit den Mitgliedern des Marktgemeinderates und der Generalplanerin Petra Hofschuster ab Planungsstart erwähnt. Zusammen habe man daran gearbeitet, dass mit dem neuen Rohrer Feuerwehrhaus ein moderner Funktionsbau und kein Prunkbau entsteht. Dieses Ziel, so Vorsitzender Simon Sedlmayer, habe man sicherlich erreicht.
Die Rohrer Feuerwehr, so stv. Kommandant Hans Mies, habe sich seit 15 Jahren auf diesen Neubau vorbereitet und so konnte durch Veranstaltungen, wie die Feuerwehrfeste und durch die Haussammlungen eine solide finanzielle Rücklage geschaffen werden, die nun in die Ausstattung des neuen Feuerwehrhauses investiert wird. Exemplarisch herauszuheben sind hier die Ausstattung des Feuerwehrstüberls mit der Kühltheke samt Küche und Lagerraum sowie der Jugendraum und auch die Werkstatt samt sämtlicher Werkzeuge zu nennen. Eine Augenweide ist hier auch der neue Fahnenschrank, der von den passionierten Feuerwehrschreinern Hans und Toni Huber in bewährter hochwertiger Machart erstellt wurde. Ebenso fällt das Metalltor auf der Empore darunter, dass durch den 1. Kommandanten Michael Bösl aus Metall gefertigt und durch Manfred Brunner bei der Fa. Nachtmann lackiert wurde. Diese Dinge wurden alle im Zuge der Eigenleistung gefertigt und aus Vereinsmitteln finanziert, wobei wir auch von den örtlichen Firmen mit ihrem Equipment jede erdenkliche Unterstützung erfahren haben, lobt Kommandant Michael Bösl.  
Derzeit sind die Feuerwehrler dabei Kisten und Gerätschaften aus den beengten Verhältnissen des alten Feuerwehrhauses in der Badstrasse in das neue Domizil an der Landshuter Strasse zu verbringen.
Im Büro von Kommandant und Vorstand sowie in der daneben liegenden Einsatzzentrale herrscht derzeit Hochbetrieb. Die Fäden liegen dabei in der Hand des 3. Bürgermeisters Matthias Hermann, der als Wirtschaftsinformatiker nicht nur das Knowhow einbringt, sondern auch über die entsprechenden Verbindungen verfügt, um mit Sachspenden im mittleren fünfstelligen Bereich die erforderliche IT-Ausstattung zur Verfügung zu stellen. Zusammen mit Uwe Forstner und Fabian Weyerts ist er dabei den vermeintlichen Kabelwirrwar in geordnete Bahnen zu verlegen und die Systeme in Betrieb zunehmen. Eingepasst werden die 7 Monitore und 2 Rechner in die von Hans Huber gefertigten Holzverkleidungen und Michael Bösl ist dabei die erforderlichen Metallhalterungen und –verblendungen zu montieren.
Den Löwenanteil der rund 4000 Stunden an Eigenleistungen leisteten die Feuerwehrler bei den Tiefbau- und Außenarbeiten sowie bei der Erstellung des Regenrückhaltebeckens. Diese Arbeiten waren beim 1. Vorsitzenden Simon Sedlmayer, der als Straßenbaumeister bei der diese Gewerke ausführenden Firma Geltl über die entsprechende Fachkenntnis verfügt, in besten Händen. So konnten beim Aushub, den Pflasterabeiten, den Rohrleitungsbau und den Drainagen hier durch qualifizierte Arbeitsleistungen erhebliche Kosten eingespart werden. Ein herzliches Dankeschön geht dabei an die Firma Geltl, ohne der diese Summe an Eigenleistung nicht möglich gewesen wäre.  
Diese letzten zwei Jahre, so der rührige 1. Vorsitzende Simon Sedlmayer, hätten den Mitgliedern der Rohrer Feuerwehr nicht nur viel Zeitaufwand, Energie und Arbeit abverlangt, sondern zweifellos auch die Truppe noch näher zusammenrücken lassen und so den Zusammenhalt und die Kameradschaft gestärkt. So können wir uns  auf die Einweihung des Feuerwehrhauses am kommenden Sonntag freuen. Wir würden uns auch freuen, wenn möglichst viele zu dieser Einweihungsfeier kommen würden, betont Simon Sedlmayer abschließend. 

 

 

Die Planungsgruppe und die Beteiligten der Feuerwehr informieren sich in der neuen Einsatzzentrale

 

In Eigenleistung wurde von Hans und Toni Huber der neue Fahnenschrank gefertigt

 

Die Feuerwehrler, hier beim Pflastern, leisteten 4000 unentgeltliche Arbeitsstunden

 

Ein Schmuckstück ist es geworden das neue Feuerwehrhaus in Rohr